Spurensicherung

Auf Grund des Speichelkontakts ist bei Bissen auf unbekleideter Haut an Abstriche für eventuelle Untersuchungen auf DNA zu denken. Hierzu wird das betroffene Hautareal mit stärkerem Druck mit einem zuvor einzelverpackten, leicht angefeuchteten Wattestäbchen abgerieben. Weiterhin sollte ggf. eine Asservierung der über der betroffenen Körperregion getragenen Bekleidung erfolgen.

Dokumentation

Eine gut dokumentierte Bisswunde kann anhand ihrer charakteristischen Konfiguration zur Identifizierung des Täters beitragen. Es sollte immer eine Fotodokumentation senkrecht zur Hautoberfläche und mit Maßstab erfolgen.

Infektionsprophylaxe

In Abhängigkeit von Faktoren, die ein Übertragungsrisiko erhöhen (blutende Verletzung, bekannte Erkrankung des Beschuldigten, Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe) sowie des Impfstatus (Hepatitis B, Tetanus) muss eine Beratung hinsichtlich der Möglichkeit einer Postexpositionsprophylaxe (Hepatitis B, HIV) und einer Impfung erfolgen und diese ggf. eingeleitet werden. Die Erhebung des sog. Nullstatus (Infektionsstatus zum Untersuchungszeitpunkt) sollte in jedem Fall angeboten werden.

Im Falle einer Hautperforation ist zudem eine antibiotische Behandlung zu erwägen, da von Bissverletzungen eine hohe Infektionsgefahr ausgeht.